8. Essener Ruhrpott International – die Essener Allianz für Weltoffenheit ist erstmals dabei

Melderekord beim 8. Essener Ruhrpott International – Fünf Flüchtlingsteams und junge Migranten aus Essen kicken am 4. Dezember um Turniersieg und Pokale – Neben Toren zählen Fairness und Toleranz auf dem Fußballfeld

Einen neuen Melderekord können die Organisatoren bei der achten Auflage des Jugendfußballturniers „Essener Ruhrpott International“ (ERI) verzeichnen. Insgesamt 17 Mannschaften wollten um die Titel und Pokale in der E- und D-Jugendklasse kämpfen – daraufhin wurde das Teilnehmerfeld um zwei Plätze aufgestockt, so dass am Sonntag (4. Dezember) ab 10.30 Uhr jetzt immerhin zwölf Teams mit über 100 jungen Kickerinnen und Kickern im Alter von acht bis zwölf Jahren in der Sporthalle Bergeborbeck mitspielen können. Am Ende des Turniers – gegen 17 Uhr – werden in der Sporthalle an der Friedrich-Lange-Straße 15 wieder jede Menge Pokale an die Akteure verteilt. Ausgezeichnet werden unter anderem der erfolgreichste Torjäger, der beste Torwart sowie die fairsten Teilnehmer. Übergeben werden die Trophäen von den Organisatoren der ERI-Veranstaltergemeinschaft, der neben dem Integrationsrat der Stadt Essen auch der Essener Verbund der Immigrantenvereine und der Essener Sportbund angehören. Außerdem ist in diesem Jahr erstmals die neugegründete „Essener Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat – gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt“ als Partner mit von der Partie.

14 Essener Organisationen und Religionsgemeinschaften setzen sich gemeinsam für Weltoffenheit und Demokratie ein

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Nach dem Vorbild der bundesweiten „Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat“ ist auch in Essen ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis entstanden, das sich für die Wahrung der Menschenwürde stark macht: Das offizielle Gründungstreffen hat 29. September 2016, im Rahmen der Interkulturellen Woche in Essen stattgefunden. Zu den „Allianzpartnern“ zählen 14 städtische Institutionen, Religionsgemeinschaften und Mitgliedsorganisationen; zivilgesellschaftliche Einrichtungen und Organisationen, die ihren Sitz in Essen haben und den Aufruf „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ teilen, können sich als „Unterstützer“ dem Bündnis anschließen.

Die Gründung der „Essener Allianz für Weltoffenheit“ hatten der Deutsche Gewerkschaftsbund, Region Mülheim-Essen-Oberhausen, die Katholische und die Evangelische Kirche in Essen angeregt. „Die Allianzpartner repräsentieren heute bereits viele tausend Essener Bürgerinnen und Bürger, die sich für die Integration von Flüchtlingen und ein friedliches Zusammenleben in der Stadt engagieren“, erklärten die Initiatoren. „Dies wollen wir durch unseren Zusammenschluss deutlich machen.“

In einem gemeinsamen Aufruf fordern die Allianzpartner unter anderem ein verbessertes Bildungsangebot, eine Flüchtlingspolitik, die faire Asylverfahren garantiert, eine ausreichende finanzielle Vorsorge für nachhaltige Integration und gerechte Teilhabechancen für alle Menschen in Deutschland. Diejenigen, die von Armut, Arbeitslosigkeit oder fehlender sozialer Absicherung betroffen seien, dürften bei der Lösung der gegenwärtigen Herausforderungen nicht vernachlässigt werden. „Wir treten ein für einen Dialog über kulturelle, religiöse und soziale Unterschiede und die Schaffung von Räumen der Begegnung“, heißt es in dem Aufruf. „Wir treten ein für den Schutz der Grundrechte, zu denen die Glaubens- und Gewissensfreiheit und das Recht auf körperliche Unversehrtheit ebenso zählen wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau und das Diskriminierungsverbot. Wir treten ein für den Schutz aller Menschen vor Gewalt, Menschenfeindlichkeit und Fremdenhass.“

Nach der Gründung berieten die Allianzpartner über die weitere Zusammenarbeit: So ist zunächst am Welttag der Toleranz, 16. November 2017, eine gemeinsame Veranstaltung geplant. Vorbildliche Initiativen und Persönlichkeiten, die beispielhaft für die im Aufruf vertretenen Werte und Haltungen stehen, sollen gewürdigt werden. Eigene Veranstaltungen der Allianzpartner können in Kooperation mit der Allianz durchgeführt werden. Und nicht zuletzt soll für die Ziele der Allianz in der jeweils eigenen Organisation intensiv geworben werden. Essener Organisationen und Einrichtungen, die der Allianz als Unterstützer beitreten wollen, können sich an das Kontaktbüro (Anschrift siehe unten) wenden.

Folgende Organisationen haben den Aufruf „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ am 29. September 2016 unterzeichnet:

Allianzpartner

Agentur für Arbeit Essen
Arbeitsgemeinschaft Wohlfahrt Essen
Arbeitskreis Jugend Essen
Deutscher Gewerkschaftsbund – Region Mülheim-Essen-Oberhausen
Essener Sportbund e.V.
Essener Verbund der Immigrantenvereine e.V.
Essener Unternehmensverband
Evangelischer Kirchenkreis Essen
Jüdische Kultus-Gemeinde Essen
Kommission Islam und Moscheen in Essen e.V.
Katholisches Stadtdekanat Essen und Katholikenrat Essen
Kreishandwerkerschaft Essen
Stadt Essen
Universität Duisburg-Essen

» Zum Aufruf

» Download: Aufruf und Statements der Essener Allianz für Weltoffenheit (.pdf-Datei)